Koreanisches Unternehmen Unitech kommt in den TPH

Von: mabie
Letzte Aktualisierung: 22. Juni 2015, 16:25 Uhr

Zur Eröffnung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des koreanischen Unternehmens Unitech trafen Botschaftsleiter Sae-Young Kwon, TPH-Geschäftsführer Ingo Klein, Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, Unitech-Präsident Lee Suon-Hong, Petra Wassner und Soyeon Kim von der NRW.Invest und Dr. Helmut Greif (v.l.) von der AGIT aufeinander. Foto: Markus Bienwald

HERZOGENRATH. Selbstbewusst war es schon, was Dr. Helmut Greif, Geschäftsführer der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (AGIT), da sagte. „Wir sind das Tor zu Europa“, meinte er im Brustton der Überzeugung bei der feierlichen Eröffnung des koreanischen Unternehmens Unitech im Technologiepark Herzogenrath (TPH).

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Damit ist seit Montag nicht nur der erste koreanische Betrieb im international ausgerichteten TPH angesiedelt. Durch die Zusammenarbeit der Stadt Herzogenrath mit der AGIT und der Landesentwicklungsgesellschaft NRW.Invest gelang es auch, nach Kitech die zweite koreanische Tochterfirma in der Region Aachen anzusiedeln.

Unitech wurde 1999 gegründet, produziert und entwickelt Klebe- und Dichtungsmaterialien, die vor allem in Autos, aber auch in Schiffen und für elektronische Bauteile verwendet werden. Kunden sind unter anderem VW, GM, Hyundai und Kia. In Korea sind aktuell mehr als hundert Beschäftigte an drei Standorten tätig. Eine Entwicklung, die 2006 auch in Europa weiterging, seitdem ist in der Slowakei eine Produktionsstätte in Betrieb. Ein Büro in Moskau, Fabriken in China und der Türkei sind ebenfalls im Portfolio des auf Wachstum ausgerichteten Unternehmens zu finden.

 

Nach Wunsch des Präsidenten von Unitech, Lee Suon-Hong, soll es so weitergehen. Aber er gab nicht nur als klares Ziel vor, ein Global Player zu werden, sondern die neue Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Herzogenrath zu einem Kern des Geschäftes werden zu lassen. „Ich glaube, dass diese Branche in Deutschland eine wichtige Rolle spielen wird“, sagte Suon-Hong, der sich zudem aus der räumlichen Nähe zur RWTH Aachen und der Lage in der Technologieregion weitere Synergieeffekte verspricht.

Da besonders in der Automobilproduktion die klassischen Schweißnähte immer mehr durch Verklebungen ersetzt werden, ergeben sich hier neue Märkte und Betätigungsfelder, schloss er.

Die Entscheidung für den Standort Herzogenrath fiel recht zügig: Nach einem Investitionsseminar in Korea im Mai 2014, folgten im September erste Besuche in Deutschland, und im Dezember fiel die Entscheidung, Forschung und Entwicklung künftig im TPH anzusiedeln.

Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.Invest, freute sich, dass die Wahl auf das TPH fiel, und war glücklich, dass Korea inzwischen unter den Top Ten der Investoren in Deutschland angekommen ist. NRW nehme dabei eine Sonderstellung ein, „denn über ein Viertel aller ausländischen Investoren kommen nach NRW“, sagte Wassner weiter, was für Standortbedingungen und Service zugleich spreche.

Eine Ausnahmestellung unterstrich auch Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch, der betonte, dass das TPH mit über 90 Prozent Auslastung ein sehr erfolgreiches Wirtschaftszentrum sei. Der eigens zur Eröffnung der noch nicht vollständig ausgestatteten, rund 200 Quadratmeter messenden Büros von Unitech angereiste Leiter der Botschaft der Republik Korea in Bonn, Sae-Young Kwon, betonte abschließend, dass er sich mit großem Einsatz darum bemühen will, mehr koreanische Unternehmen an diesem Standort anzusiedeln. Und so wird es vielleicht ja doch etwas mit dem „Tor zu Europa“, das Dr. Greif schon vor sich sah.

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